Über ein Jahrzehnt bin ich nun schon in den Weiten des Internets unterwegs und habe in diesem Zeitraum eine Vielzahl an interessanten Menschen kennengelernt, zunächst in diversen Foren oder per E-Mail, später auch im realen Leben. Nicht wenige, sehr enge Freundschaften sind daraus entstanden.
Zu den faszinierendsten und zugleich sympathischsten Persönlichkeiten, die ich kennenlernte, oder besser gesagt: kennenlernen durfte, gehört zweifellos Jörg »Jorgedee« Dreisörner. Unsere Wege kreuzten sich erstmals vor ca. sieben Jahren im Forum der Website von T.C. Boyle.
Als wir 2005 auf unserer deutschsprachigen Boyle-Website den 2. »Being Boyle« Kurzgeschichtenwettbewerb durchführten, war Jorgedee einer der Teilnehmer. »Backpfeife für Goebbels« lautete sein Beitrag. Die Geschichte hielt, was der Titel versprach und begann so:
Das Leben war ein feuchtes Taschentuch, das den guten Zeiten nachweinte, als Smitty dem London-Express entstieg und zwei Nazi-Agenten aus einer Wolke Wasserdampf traten, um ihn übergangslos in ihre Mitte zu schließen, Metropolis Style.
Was ich weder wusste noch ahnte: Die Geschichte von »Onkel Smitty« scheint ein Teil der Lebensgeschichte von Jorgedee zu sein. Er selbst führte später ein Aussteiger-Leben, ein Beat-Leben, und begegnete Personen wie David Bowie, Meat Loaf, Andy Warhol oder auch Allan Ginsberg, dem er die Weihnachtskekse seiner Mutter anbot.
Und Jorgedee malte: auf New Yorks Straßen, für bekannte Theaterproduktionen und berühmte Studios, für das Native American Theatre Ensemble, Aquarius, Rauschenberg, Lichtenstein und viele andere. Zentrales Thema seiner Bilder (aus guten, mit seinem Leben eng in Zusammenhang stehenden Gründen): Indianer, indianische Kultur und indianisches Leben.
Die E-Mails, die ich von Jorgedee erhielt, seine wenigen Geschichten, die ich las, seine Bilder, die er auf unseren Internetseiten veröffentlichte, und eine Kurz-Kurzvita, die er den Bildern beipackte, ließen erahnen, dass er ein ebenso bewegtes wie bewegendes Leben hinter sich hat. Tiefere Einblicke in dieses Leben bekam ich jedoch erst zu Beginn des Jahres bzw. hätte sie bekommen können, als er mir das im Selbstverlag veröffentlichte Buch »Gringo« schickte – seine Lebensgeschichte, erzählt im Jorgedee-Stil, einzigartig und unnachahmlich.
Gelesen habe ich sein Buch dummer- und unverzeihlicherweise erst vor drei Wochen, als mich ein heftiges Gewitter dazu zwang, den Computer einen Abend lang auszuschalten. Leider konnte ich Jorgedee meine Eindrücke nicht mehr mitteilen, denn kurz nachdem ich den Buchdeckel zugeschlagen hatte, erhielt ich die Nachricht: Ya’ at’ eeh’ one more time. A great spirit stopped dancing on our planet. Jorge decided to go on July 14th. He was in great spirits and transcended with dignity.
Zum Andenken an Jörg Dreisörner findet an diesem Samstag, den 7. August 2010, um 15 Uhr, eine Finissage statt. In Rumpelstilz‘ Brauscheune in Krummenhagen (Nordvorpommern).

Vor zehn Jahren erschien das erste Buch, an dem ich beteiligt war:
Vergangene Woche habe ich mir das Linux Multimedia Studio aus dem Netz heruntergeladen. Wie gut das Programm ist, vermag ich noch nicht zu beurteilen, aber ich war verblüfft, welche Sounds es zu bieten hat – ohne irgendein Keyboard oder Expander. Es ist nämlich schon ein Weilchen her, dass ich mich mit Home Recording beschäftigt habe. Fast 20 Jahre, um ehrlich zu sein.
Seit Weihnachten hocke ich fast jeden Tag mehr als zehn Stunden vor dem Rechner, um die Farben meiner alten Cartoons zu ändern.
Ein ganz wichtiger Termin wurde in diesem Jahr unter den Tisch fallen gelassen: Vor 40 Jahren nämlich wurde die erste Folge von »Monty Python’s Flying Circus« ausgestrahlt. Ich persönlich war immer verwundert, dass »Always look on the bright side of life« das bekannteste Lied der Pythons wurde. Mein eigener Favorit war dagegen stets das legendäre Holzfäller-Lied. Und da auf dieser Website (zum Glück) keine Demokratie herrscht, sondern eine kuschelige kleine Diktatur, werden wir machen, was ich will! Hier also ein kurzer Blick auf die Pythons:
»Die arme Astrid! Jetzt versucht wohl anscheinend jeder mit ihrem Namen Geld zu machen«, erklärte Heidi Oetinger barsch, als Manuela und ich ihr Haus betraten.
Als am 11. September 2001 die Flugzeuge ins World Trade Center stürzten (die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht) fragte ich mich, wer wohl als Erster einen Witz über dieses Drama reißen wird.
Die Älteren werden sich erinnern. Oder auch nicht. Silvesterabend 1986. In der ARD wurde die Silvesteransprache des Bundeskanzlers Helmut Kohl ausgestrahlt. Dumm nur: Man hatte versehentlich das falsche Band eingelegt. Statt der aktuellen Ansprache wurde Kohls Rede vom Vorjahr gezeigt, vom Silvesterabend 1985.
Wer erinnert sich nicht an das glorreiche Jahr 1969? Wahrscheinlich erst mal all jene, die damals noch gar nicht auf der Welt waren. Doch das ist keine Entschuldigung, wenn es um die wichtigen Eckdaten der Weltgeschichte geht. Vor 40 Jahren setzte der erste Mensch einen Fuß auf den Mond. Aber wen interessiert das? Viel wichtiger ist: Vor 40 Jahren schlug die Geburtststunde von Jason King!
Wer kennt ihn nicht, den dickbäuchigen Comichändler aus der TV-Serie »Die Simpsons«? Das Schlimme: Die meisten Comichändler sehen tatsächlich so aus! Noch gruseliger jedoch sind die Erzeuger jener vierfarbigen Machwerke. Beweise gefällig?
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