Endlich erreicht so etwas ähnliches wie Sonnenschein unsere überfluteten Vorgärten. Sollte das der lang erwartete Sommer sein? Oder nur der Vorbote einer nicht enden wollenden Dürreperiode? Auf jeden Fall ist es ein Anlass, nichts zu tun. Wir, die wir in der Unterhaltungsbranche tätig sind, sagen dazu Sommerpause.
Die Sommerpause fängt zwar früh an, das gebe ich zu, dafür dauert sie aber auch lange. Die gewaltigen Gagen wollen schließlich verprasst und mit gestreckten Drogen (Alster) durchgebracht werden. Mit unserer Lesebühne, der Bumsdorfer Auslese, sind wir erst im September wieder da, dann aber öfter als bisher und sogar regelmäßig. Alle zwei Monate, am jeweils zweiten Freitag des Monats, wollen wir Euch dann Musik, Satire, Literatur und Slam Poetry nahebringen.
Wenn Ihr jetzt schon wissen wollt, was Euch in der kommenden Spielzeit erwartet, muss ich Euch enttäuschen. Wir Bumsdorfer sind immer die letzten, die erfahren, was auf unserer Lesebühne vor sich geht. Der Spontanität zuliebe sprechen wir uns nämlich nicht ab und miteinander sowieso nur über unsere Anwälte. So ist das in der Unterhaltungsbranche. Da muss man durch.
Was unseren Plan betrifft, große Stars zu engagieren, kann ich allerdings schon etwas Licht ins Dunkel bringen. Mario Barth und Atze Schröder zu signen (wie wir in der Unterhaltungsbranche sagen), habe ich nach tagelangen Selbstgesprächen verworfen. Dafür jedoch werden die um einiges weniger prominenten, aber unendlich guten Vortragskünstler Christian Sölter (Hannover), Hauke von Grimm (Leipzig) und Heiko Werning (Berlin) metropolitanen Glamour auf unsere kleine Provinzbühne bringen.
Also, man sieht sich am 10. September in der KaufBar in Braunschweig. Ich freue mich schon jetzt darauf, und meine Bumsdorfer Autorenkollegen vermutlich ebenfalls.
Mit sommerlichen Grüßen
Axel Klingenberg
(nach Diktat verreist)
