Für Menschen, die in einer Traumwelt leben wollen, habe ich nur einen Tipp: Kauft Euch einen iMac mit 24 Zoll Display! Jeder, der vor diesem Wunderwerk der Computertechnik gesessen hat, will gar nicht mehr in die große böse Realität zurück. Stattdessen verbringt man fortan jede wache Stunde im Internet, um unendliche Websites zu entdecken, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Gäbe es zum Beispiel folgende Seiten nicht, müsste man sie glatt erfinden:
Flimmernde Filmtitel
Das Schönste an einem Film ist oft der Vorspann. Echte Filmfans vergleichen ihn mit einer Vorspeise, die einen auf das Hauptgericht einstimmt. Wer käme allerdings auf die Idee hunderte von Filmtiteln per Screenshot einzufangen und ins Netz zu stellen? Jemand ohne soziales Leben, der ganz, ganz viel Zeit hat wahrscheinlich (vielleicht ist er aber auch nur glücklicher Besitzer eines iMacs). Egal: Freuen wir uns, dass es solche Menschen gibt.
Alte Autogramme
Ich selbst bin nur ein einziges Mal schwach geworden, um mir ein Autogramm zu holen: Nämlich als der geniale Lucky-Luke-Zeichner Morris in Hannover weilte, um einer Ausstellung seiner Werke beizuwohnen. Noch heute bewahre ich die Einladungskarte, die er mir auf die Schnelle signierte, auf. Mehr kann man von einem Star seines Kalibers nicht erwarten. Früher nahmen sich Cartoonisten richtig Zeit, wenn ein Fan eine signierte Zeichnung haben wollte. Hier ein paar schöne Beispiele.
Furchterregende Fotos
Alte Fotos finde ich einfach faszinierend. Bilde ich es mir nur ein, oder hatten die Leute damals andere Gesichter als heute? Als Kind fand ich deshalb alte Stummfilme geradezu furchterregend. Im Internet kann man eine Menge schöner Beispiele entdecken. Hier zum Beispiel einige Fotos, die im Buch »Mirrors. Photographs from the Arkansas State Prison, 1915-1937« erschienen sind.
Gilliam, der Große
In einigen Monaten kommt »Das Kabinett des Dr. Parnassus«, der mit Spannung erwartete neueste Film des Regie-Exzentrikers Terry Gilliam (»Brazil«) in unsere Kinos. Ich freue mich ganz besonders darauf, verspricht dieser Streifen doch nach einer langen Durststrecke eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Bevor Gilliam als Mitglied der Comedytruppe Monty Python zu Ruhm und Ehren kam, brachte er 1968 den Kurzfilm »Storytime« heraus, in dem bereits sämtliche Elemente vorhanden waren, die seinen ganz speziellen Humor ausmachten.
