Drei Viertel sind nichts Halbes und nichts Ganzes. Die komplette Drei hingegen ist eine runde Sache. Zumindest in punkto wortmax. Drei Anläufe waren erforderlich, bis wortmax endlich das wurde, was es heute ist: Die offizielle Schublade von Reichard, Weyershausen, Penzel, Burgwächter, Völkel und Steinert.
Die Geschichte einer Domain. wortmax 1.0 entstand bereits im vorigen Jahrtausend (Jaja, so lange gibt es diese Adresse schon.) und stand lange Zeit als schlichte Visitenkarte einsam und verloren in der Weite der vernetzten Welt. »Das bin ich. Das mache ich. Das sind meine Referenzen.« Viel mehr stand da nicht. Klingt wie »Mein Haus. Mein Boot. Mein Auto.« Das Feedback war überwältigend, nämlich Null auf der nach unten geschlossenen Richterskala.
Es musste erst eine ganze Welt zusammenstürzen, bis ich auf den Gedanken kam, die Sache einmal ganz anders anzugehen. Im Mai 2001 war das. Die Welt, die damals zusammenbrach, hieß Douglas Adams. Das große Idol starb um mindestens 120 Jahre zu früh und ließ die treue Fangemeinde seines Computerspiels Raumschiff Titanic, zu der ich bis heute gehöre, allein zurück.
Die Website zum Spiel wurde aus dem Netz genommen, noch bevor der liebe Doug unter der Erde war, geschweige denn in den Dichterhimmel aufsteigen konnte. Plötzlich geisterten wir Kapitäne so einsam und verloren in der Gegend herum wie einst wortmax 1.0 im Netz. Nackt. Nichts zu essen. Nur noch ein Handtuch im Gepäck und eine Anhalter-Weisheit im Kopf: DON’T PANIC!
Okay. Keine Panik. Unter wortmax 2.0 fand die Titanic-Community eine neue Bleibe. Weil ich unter dieser Adresse jedoch nicht nur Douglas Adams huldigen, sondern auch eigene Ergüsse zum Besten geben wollte, wurde das Ganze ein fürchterliches Mischmasch. Nicht unlustig, nicht uninteressant, aber sowas wie Corporate Design gab’s da nicht. Und neue Besucher hatten es schwer, den Sinn von wortmax 2.0 zu erkennen. So richtig erkannten wir diesen ja selbst nicht.
Glücklicherweise fand sich 2005 eine Kapitänin, die bereit war, die Reise mit dem Raumschiff Titanic unter neuer Adresse und mit klareren Vorstellungen fortzuführen. wortmax wurde wieder frei und schließlich das, was es heute ist: Die offizielle Schublade von Reichard, Weyershausen, Penzel, Burgwächter, Völkel und Steinert. Hatte ich das schon erwähnt?
Im Mai 2007 wird wortmax 3.0 zwei Jahre auf Sendung sein. Im vergangenen Februar haben wir die Website erstmals relauncht. Und neu hinzugekommen ist dieses weblog. Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Ich hatte vorher schon zweimal versucht, ein weblog zu starten. 2005 und 2006. Nach einigen wenigen Einträgen verlor ich aber beide Male die Lust daran. Technisch und im Kontext zur eigentlichen Website stellten mich die ersten zwei Lösungen einfach nicht zufrieden.
Dieses weblog ist jetzt der dritte Versuch, und serendipity* sei Dank scheint jetzt alles zu passen. Das Technische, die Gestaltung und die Anzahl der Versuche, etwas mit Hand und Fuß ins Leben zu rufen. (Damit es hier nicht so leer aussieht, habe ich einige der Beiträge aus früheren weblogs importiert.)
Möglicherweise ist nach drei Einträgen wieder Schluss. Dann heißt es eben: »Ein Hoch auf die Vier!« Oder wir müssen bis zum 42sten Versuch warten, damit endlich ein Schuh draus wird. Denn laut Douglas Adams soll »42« die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und des ganzen Rests sein. Einstweilen sehe ich das noch anders.
*Inzwischen sind wir erneut umgezogen: auf wordpress.

»Schlaf ist eine Unhöflichkeit gegenüber der Nacht«, schrieb einst der deutsche Aphoristiker Hans Kudszus. Ich adaptiere diese komische Feststellung mal für mein Urteil über Jahreszeiten: »Der Winter ist eine Unhöflichkeit gegenüber den Rest des Jahres«. Zum Glück ist er jetzt vorbei, der Winter, nicht der Rest des Jahres.
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