Datenautobahn 12Erwachsene Männer, die in kurzen Hosen herumlaufen und von ihren Freunden »Schweini« gerufen werden, waren mir schon immer höchst suspekt. Vom Trikottausch wollen wir lieber gar nicht reden. Zum Glück hab ich so viel zu tun, dass ich von der Fußball-WM beinahe gar nichts mitbekommen hätte – wären da nicht die lauten Vuvi … äh … Vuzzu … äh … Tröten meiner Nachbarn. Für alle, denen der Rummel langsam auf die Nerven geht, kommt hier wieder mein Angebot aus den unendlichen Weiten des Internets.

Internationale Interviews

Die Paris Review ist ein amerikanisches Literaturmagazin, das seit 1953 existiert und für seine Interviews mit zeitgenössischen Autoren bekannt ist. Einige dieser Gespräche kann man auf der Website des Magazins finden. Darunter Dialoge mit Truman Capote, Paul Auster, Woody Allen, T. S. Elliot, William Faulkner, John Irving und vielen anderen. Ja, es sind nicht ALLE Amis doof. Einen besseren Beweis dafür wird man schwerlich finden.

Second Hand Script

Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle über Peter O’Donnell und seine Heldin Modesty Blaise geschrieben. Bevor der großartige Zeichner Jim Holdaway der Figur ihr unverwechselbares Gesicht gegeben hat, versuchte sich der nicht minder großartige Frank Hampson an O’Donnells Script. Es entstanden jedoch lediglich einige Probeseiten, da der Autor der Meinung war, Hampson hätte seine Heldin nicht verstanden. Zum Glück sind diese unvollendeten Skizzen erhalten geblieben. Hier kann jeder selbst vergleichen, was zwei sehr verschiedene Zeichner aus dem gleichen Manuskript gemacht haben.

Zeitlose Zuschauer

Wie wild bewegt es auf dem Bildschirm zuging, als es nur drei Fernsehprogramme gab, kann man auf der Website zuschauerpost.de nachprüfen. Hier gibt es Leserbriefe, Kritiken und Programmtipps, die mittlerweile über vier Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Damals erregte die Flimmerkiste die ganze Nation. Besonders, wenn nackte Tatsachen zu sehen waren. Aus heutiger Sicht ist diese Aufregung fast rührend komisch. Vor allem, wenn man sieht, was dem Publikum zur Zeit der sexuellen Revolution geboten wurde (siehe oben). Seufz! Da haben wir sie wieder, die Ungnade der späten Geburt!

Schrottige Schlagzeilen

Und hier wieder ein Blog aus der Rubrik: »Wenn Leute zu viel Zeit haben«. Erinnert sich noch jemand daran, wie in alten Filmen zu dramatischer Musik eine reißerische Schlagzeile eingeblendet wird? Dieses dramaturgische Klischee gab es natürlich auch bei den Comics. Hier kann man nachlesen, welche Superschurken, fliegenden Untertassen und atomaren Superwaffen die Menschheit mal wieder bedrohten. Wahrlich: Die 50er waren nichts für Weicheier! Aber zum Glück gab es ja Superman.

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Programmtipps 2

batmanDa zu viel Sonne nur Hautkrebs verursacht, rate ich allen Freunden dieser Website vorm Rechner zu hocken und folgende Links anzuklicken – statt sich an die frische Luft zu begeben, die nur so vor Feinstaub strotzt. In der nächsten Woche schreiben wir dann einen Test über das heute Erlernte. Also: Bleistifte raus und los geht’s!

Urlaubsbilder aus Metropolis

In diesem Sommer wurde in Südamerika eine ungekürzte Kopie des Stummfilmklassikers »Metropolis« entdeckt. Dies bedeutet, dass der Film demnächst zum ersten Mal seit acht Jahrzehnten in voller Länge zu sehen sein wird. Passend zum Anlass kann man hier die Illustrationen von Michael W. Kaluta bestaunen, die dieser vor Jahren für eine limitierte Buchausgabe schuf.

Monstren! Mumien! Mutationen!

Wer keinen Spiegel besitzt und trotzdem nicht auf die tägliche Dosis Gänsehaut verzichten möchte, dürfte mit dem Blog The Horrors Of It All bestens bedient sein. Hier werden in schöner Regelmäßigkeit Horrorgeschichten aus dem Golden Age – jener Zeit also, in der es keine Zensurbestimmungen gab – serviert. Trashiger geht’s nimmer!

Schriftsteller-Schnack

Der Journalist Don Swaim interviewte in seiner langlebigen Sendereihe »Book Beat« für CBS alle bedeutenden Schriftsteller seiner Zeit. Allein unter »A« finden wir Edward Abbey, Alice Adams, Douglas Adams, Richard Adams, Vassily Aksyonov, Brian Aldiss, David Allender, Martin Amis, Maya Angelou, Piers Anthony, Jeffrey Archer, Eve Arnold, Isaac Asimov, James Atlas, Margaret Atwood, Louis Auchincloss, Jean Auel, Paul Auster und Nancy Axelrad.

Während die ausgestrahlten Interviews meist nur zwei Minuten liefen, waren die tatsächlichen Gespräche wesentlich ausführlicher. Die ungekürzten Aufzeichnungen bekommt man auf Swaims Website zu hören. Eine Fundgrube für jeden Freund des geschriebenen Wortes.

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